Bruce Lee sagte: You musta be li-ke WATA!
Ich sage: You musta be li-ke seventy percente [sic] WATA!!
Samstag, 24. September 2022
Sonntag, 7. August 2022
Montag, 1. August 2022
IM WELTRAUM DIE STERNE
I. Am Anfang und in der Zukunft.
Ein weisses Raumschiff im schwarzen All. Hallende Wellen im nimmer
wahrnehmbaren Bereich. Das All dort, die zitternden Sterne, nun ernst glaenzend wie die Wellen des Wassers. Und inmitten all dieser Lichter also die Raumfahrer auf ihrem Weg: Der Kapitaen Karusi. Der Wissenschaftler. Der Priester. Der alte Astronaut. Und die Frau Doktor. Und der Maschinenmensch, der sie bei allem unterstützte. Sie alle auf derselben Reise, deren Ziel sie in unterschiedlichen Worten beschrieben.
Eines Tages ging der Wissenschaftler auf einem Spaziergang durch den Wald - die gruenen Blaetter rauschten im Wind, die Sonne strahlte durch die Baeume - und er dachte ueber die Frage nach, weshalb die Menscheit noch keinen Kontakt zu ausserirdischem Leben hatte aufnehmen koennen. War uns denn niemand gleich...?! Manche sagten, dass ausserirdisches Leben, ausserirdische Intelligenz, uns vielleicht so fremd gegenueberstuende, dass wir sie gar nicht als solche erkennen wuerden. Und dabei kamen ihm folgende Gedanken: Was, wenn dies der Fall ist? Was also, wenn wir diese ausserirdische Intelligenz bereits die ganze Zeit vor uns haben, es aber nicht bemerkten? Weil wir etwas anderes erwarteten? Und durch die Blaetter blickte er hinauf zur umstrahlenden Sonne. Was, wenn die Sonne kein krudes Synthesewerk war, in dem sich die Elemente bildeten? - sondern es sich um ein photonisches Aequivalent zu einem neuronalen Netzwerk handelte? Um eine Art titanenhaftes, im All schwebendes Gehirn? Gleich dem Menschen, aber in unermesslicher Groesse und Funktionalitaet?
Und als der Priester davon erfuhr, dachte er bei diesem Vergleich an Gott. Und weil sie sich kannten, sinnten beide ueber die Moeglichkeit nach, mit der Sonne Kontakt aufzunehmen. Und nach all den Fehlschlaegen der zurueckliegenden Raumfahrt ergab sich die Moeglichkeit einer Forschungsmission gen Sonne, die versuchen sollte, die Frage nach ihrem Wesen zu beantworten. Alle an Bord waren Menschen, die jeweils ihre eigenen Theorien zu einer moeglichen Kontaktaufnahme mit der Sonne hatten.
Der alte Astronaut war das letzte Ueberbleibsel des Scheiterns der vergangenen Missionen:
Vor langer Zeit - und als die Technologie und die Menschheit reif genug dafuer waren - , hatte man ein Generationenschiff auf den Weg gebracht, um in die Tiefen des Alls vorzudringen und so das Ueberleben der Spezies sicherzustellen. Die Euphorie ueber dieses Werk, ueber diese Leistung und diese Art des Denkens wurden durch die Laenge der Reise mit der Zeit leiser, aber die Menschheit durchfuhr ein grosser Schreck, als das Schiff in seiner letzten Botschafft unverhofft das Scheitern der Mission bekannt gab und der Kontakt abbrach. Als es die noch neuere Technologie ermoeglichte, baute man das Blitzschiff und schickte es los, um das Generationenschiff einzuholen. Und als man das riesige Schiff fand und auf ihm alles Leben erloschen, da bewahrheitete sich die tiefstee Sorge ueber ein elementares Problem fuer die Erkundung des Weltalls durch den Menschen und seiner Ausbreitung darin:
Die fruehe Menschheit erfuhr nie, was den ersten Raumfahrern zugestossen war. Als der Mensch das erste Mal den Mond betrat und er sich so weit von der Erde entfernt hatte, wie nie zuvor, kamen diese Astronauten zutiefst erschuettert zur Erde zurueck und man wusste nicht, warum. Auf den Raumstationen im Orbit machten sich seit jeher psychische und koerperliche Auffaelligkeiten breit, die man jedoch als gegeben und rein aeusserlich hinnahm.
Das eigentliche Problem bestand jedoch nicht in der Technologie oder der Psyche des Menschen, sondern hing mit der Biosphaere der Erde selbst zusammen:
Wenn man die Erde weit und lange genug verlassen hatte, starb jedes Leben.
Und so sahen sich die Menschen trotz ihrer Technologie an Mutter Erde gebunden. Die Mission zur Sonne war deswegen riskant, und eines der Forschungsinteressen der neuen Mission galt dem Zusammenhang zwischen der erhaltenden Lebenskraft der Erde und den Auswirkungen auf das Leben bei gleichzeitiger Annaehrung an die Sonne.
Aber das Scheitern der Menscheit machte dort nicht Halt. Von der Besatzung des Blitzschiffs kehrte nur der alte Astronaut lebendig zurueck. Beim Flug des Schiffes befand es sich laut der physikalischen Annahmen fuer einen kurzen Moment gleichzeitig an Start- und Zielpunkt und in allem Raum dazwischen, was jedoch die derart bewegte Materie auf fundamentale Weise auseinandergleiten lies und so den Menschen auf subtile Art zeriss. Der alte Astronaut trug seine Narben davon und schlief zu Beginn der Sonnenmission und zur Erhohlung die meiste Zeit. Dennoch galt er als Symbol der Hoffnung fuer die Zukunft der Menschheit im All.
Die Frau Doktor war Arzt und Psychologin an Bord und sollte die Auswirkungen der Entfernung von der Erde und Annaeherung an die Sonne auf die Besatzung und anderes organisches Leben an Bord ueberwachen.
Der Roboter war zum Zeitpunkt seiner Aktivierung und zum Start der Mission 1234 Jahre alt.
Zuletzt und zuerst Kapitaen Karusi, der Leiter der Mission, der sich um die technischen Aspekte des Fluges kuemmerte. Sie alle versammelt im Hauptraum inmitten der vielen Pflanzen und ein Gespraech begann:
Tori Amos - Pretty Good Year (The String Quartet)
»Noch nach Jahrhunderten erzaehlte man sich die Geschichte von den fuenf Raumfahrern und ihrem Roboter, die aufgebrochen waren zur Sonne, um diese zu erforschen. Kapitaen Karusi auf seiner letzten grossen Mission, der Wissenschaftler, der die Menschheit unsterblich machen wollte, der Priester, der Gott suchte, der alte Astronaut, der das Scheitern der Raumfahrt miterlebt hatte und die Frau Doktor, die sich auf der Reise um sie kuemmerte. Und ihr Roboter, der ihnen bei all dem half.
Diese Menschen der kommenden und vergangenen Zukunft verfolgen ihren Traum einer besseren Menschheit. Auf ihrem Abenteuer in den Weiten des Weltraums lernen sie sich kennen und erleben die Dinge, wie keiner vor ihnen. Jenseits der alten Konflikte erblicken sie mit einem neuen Bewusstein das Universum und die endlosen Fragen, die es erhebt.«
Dienstag, 19. April 2022
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