Das Unabomber-Manifest, weil es im Buch des Norwegers zitiert wurde. Der Aufbau der Argumentation auf den ersten Seiten ist gut nachvollziehbar. Die Gewissenhaftigkeit und Intelligenz des Mannes liest sich angenehm. Die psychologischen Thesen klingen plausibel.
Es dauert eine Weile bis sich darstellt, um was es ihm geht. Anders als erwartet bricht die Beweisführung nicht zugunsten einer radikalen Absurditaet zusammen, sondern es stellt sich einfach eine andere Sicht der Dinge dar. Kaczynski will zurueck zu einem einfacheren Leben, ohne Technologie. Er will den Menschen als das erhalten, zu dem er vor der Industrialisierung wurde. Lebenswert sind fuer ihn die Belohnungsmechanismen eines einfacheren Lebens, in dem man sich selbst um das Ueberleben kuemmern muss. Die Gewalt ist fuer ihn das einzige Mittel, den vorausgesehenen und angestrebten Zusammenbruch des Systems zu beschleunigen.
An dieser Stelle entfernt sich mein Interesse vom Text und richtet sich auf die Frage, was dazu fuehrt, dass jemand diese Ueberwaeltigung durch seine Umwelt empfindet. Eine solche Feindschaft empfindet, die ihn in die Isolation treibt. Dass dieser Mann, der sich in die Natur fluechtete, jetzt fuer den Rest seines Lebens in einer Gefaengniszelle eingesperrt bleibt, macht mich traurig.
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