Samstag, 23. Juli 2011

Internet-Effekt

    Das Gefuehl der Reizueberflutung nach gewisser Zeit im Internet. Wenn man Spuren folgt und sich die Zahl der geoeffneten Tabs exponentiell erhoeht. Dieser kurze Eindruck von der unfassbaren Groesse da draussen. Und die Frage, die zurueckbleibt: Inwiefern ist das fuer einen selbst relevant? Hat es nicht nur Orientierungsloskeit zur Folge, wenn man ein Gefuehl dafuer bekommt, wie die Welt in alle Richtungen auffaechert? Welcher folgt man? Welche misst man Wert bei? Ist dieses Mehr an Moeglichkeiten ein Gewinn, aus dem man sich etwas Passendes herauspickt? Oder laehmt es nur die eigene Kreativitaet im Angesicht des Eindrucks, in allem nicht mehr der Erste sein zu koennen und verwirrt es die unangepasste Biologie im Umgang mit der schieren Menge an Menschen?

    Es beschwoert den Wert eines abgeschotteten, eines voellig regionalen Lebens herauf, das jedoch nicht mehr ohne dieses erlangte Wissen im Hintergrund gefuehrt werden kann. Der Rueckzug als eine fast reflexhafte Reaktion auf die empfundene Ueberwaeltigung, der aber nicht lange anhaelt. Es dauert nicht lange, bis das Beduerfnis nach neuen Informationen zur Qual wird.

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